Wissenschaftliche Pflanzennamen
Die binäre Nomenklatur, mit der es Carl von Linné im 18.
Jahrhundert gelang eine Ordnung im Pflanzenreich zu etablieren ist
auch heute noch die Grundlage der wissenschaftlichen Benennung in der
Botanik. Danach besteht ein Artname immer aus zwei Wörtern, nämlich
aus dem Gattungsnamen und dem Art-Epitheton. Diesem Grundprinzip folgen
wir auch in unserer Datenbank (Lediglich bei unseren Dateinamen mussten
wir ein Zugeständnis an die 31-Zeichen Konvention der Computersprache
machen.)
Leider hat die Nomenklatur im Lauf der Jahrhunderte immer wieder Veränderungen
erfahren, die sich an jeweils neueren Forschungsergebnissen orientieren.
In jüngster Zeit haben beispielsweise die Erkenntnisse der Molekularbiologie
zu immensen Umstrukturierungen geführt; so werden manchmal alle
Vertreter einer Gattung umgruppiert und entsprechend umbenannt. Mit
einem veralteten Gattungsnamen würden Sie in einer aktuellen Datenbank
nicht mehr fündig werden.
Zur Erleichterung Ihrer Recherche haben wir alle uns verfügbaren
wissenschaftlichen Namen inkl. der Synonyme für Sie gesammelt
und für die Suchabfrage verfügbar gemacht. Wir führen
diese Synonyme in der Bildanzeige weiterhin als lateinische Alternativbezeichnungen
auf, ohne dass Sie sich selbst mit dem komplexen wissenschaftlichen
Hintergrund beschäftigen müssen.
Die Regeln der botanischen Nomenklatur sind im International Code
of Botanical Nomenclature (ICBN), in der aktuellen Version des „Saint
Louis Code“ aus dem Jahr 2000 bzw. im International Code of Nomenclature
for Cultivated Plants (ICNCP) festgehalten. Diesen Regeln folgen auch
die Pflanzennamen in Wisskirchen bzw. Zander, an denen wir uns orientieren.
Für unsere aktuellen Arbeiten an der chinesischen Flora (Schwerpunkt: Heilpflanzen der chinesischen Medizin) berücksichtigen wir den jeweils aktuellsten Stand der Nomenklatur, der von den Autoren der Flora of China (www.eFloras.org) benannt wird, sofern unsere Pflanzenarten dort schon bearbeitet sind.
In der pharmazeutischen Biologie und der Homöopathie werden z.T.
sehr eigenwillige Begriffe und Namen vergeben. Auch hier sind wir der
Meinung als Bildlieferant allen Interessentengruppen gerecht zu werden,
indem wir beispielsweise Drogenbezeichnungen der Homöopathie und
der Spagyrik als lateinische Alternativbezeichnung bei der jeweiligen
Pflanzenart hinterlegt haben. Damit enthält der lateinische Index
schon jetzt ca. 9.000 Suchbegriffe mit denen Sie zum gewünschten
Bildmaterial gelangen.
Kurzum: alle wissenschaftlichen lateinischen Bezeichnungen
(egal ob veraltet oder aktuell) sind hilfreich für Ihre eindeutige Bildrecherche;
dies gilt auch für Drogenbezeichnungen aus der Phytotherapie,
Homöopathie und Spagyrik.
Wir freuen uns, auf dieser Grundlage eine reichhaltige Bildquelle
für einen breit gestreuten Interessentenkreis zur Verfügung
zu stellen und sind dankbar über jede Art von Rückmeldung,
mit der wir unser Angebot verbessern können.
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